
Titel: Das Schneemädchen
Autor: Eowyn Ivey
Verlag: Kindler
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3841902399
Klappentext
"Mabel und Jack sind kinderlos geblieben. In dem Wunsch, neu anzufangen, ziehen sie als Siedler nach Alaska. Doch das harte Leben in der Wildnis setzt ihnen zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden ein verloren belaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand."
Die Geschichte beginnt...
am Wolverine River in Alaska im Jahre 1920. Mabel und Jack haben sich nach dem schmerzlichen Verlust ihres Kindes dazu entschlossen, sich in die wilde Einsamkeit Alaskas zurückzuziehen. Das dortige Leben stellt sich für das Farmer-Ehepaar jedoch deutlich schwieriger dar, als erwartet.
Mit dem ersten Schnee und einer ungewissen Zukunft vor Augen lassen Mabel und Jack eines Abends ihren Empfindungen freien Lauf und erschaffen gemeinsam ein Mädchen aus Schnee. Doch bereits am nächsten Morgen ist dieses Mädchen zerstört und sie erblicken erstmals das zarte Mädchen am Waldrand, welches sie beobachtet. Fortan sind Jack und Mabel bemüht vorsichtig Kontakt zu dem scheuen Mädchen aufzunehmen, denn die Frage, die sie sich selbst nicht zu fragen stellen, schwebt die ganze Zeit über ihnen: haben sie dieses Mädchen, das niemand kennt, tatsächlich aus Schnee und Liebe erschaffen?
"Mabel hatte gewusst, es würde still sein"
(erster Satz, Seite 9)
Meine Meinung
Es gelingt der Autorin den Leser mit ihrer besonderen Geschichte "Das Schneemädchen" in das ferne Alaska zu entführen und dabei eine ruhige Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser in der Geschichte versinken lässt. Die in drei Teilen erzählte Lebensgeschichte von Mabel und Jack besticht durch die authentische Beschreibung des ungezähmten Landes, der schwierigen Lebensbedingungen und der Einsamkeit sowie der persönlichen Höhen und Tiefen. Da sowohl Jack als auch Mabel immer wieder Szenen aus ihrer Perspektive darstellen, kann der Leser die Geschichte durch verschiedene Perspektiven erleben und erfährt zudem Gedanken und Gefühle, die Jack und Mabel einander nicht einzugestehen vermögen.
Das Mädchen, scheu und doch mit kindlicher Neugier, begleitet Jack und Mabel ihr Leben lang. Geheimnisse, die die beiden Eheleute zu ergründen versuchen, umgebene das Mädchen, welches zum Ende des Winters immer wieder in die Berge verschwindet. Doch dann geschehen Dinge, die sich der Kontrolle von Jack und Mabel entziehen.
"Das dürfen wird doch, nicht wahr Mabel?
Uns ein eigenes Ende ausdenken
und uns für Freude entscheiden anstelle von Leid"
Uns ein eigenes Ende ausdenken
und uns für Freude entscheiden anstelle von Leid"
(Seite 156)
Das Besondere an dem Buch ist...
neben dem wunderschönen Cover, die Tatsache, dass die Autorin immer wieder die fantastischen Elemente in die Handlung in Form eines russischen Märchens, an welches sich Mabel erinnert, geschickt einzubinden weiß, so dass der Leser am Ende selbst entscheiden muss, wie er dieses für sich persönlich deutet.
Das klingt nach einem wirklich schönen Buch. Deine Rezension macht richtig Lust auf s Lesen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Petra
Hallo :)
AntwortenLöschenDas Buch steht ja schon auf meiner Wunschliste und deine Rezi beweißt eigentlich nur, dass ich es mir bald holen muss!
Toller Blog übrigens, du hast mich jetzt als neue Leserin :)
Liebe Grüße, Carly ♥