27 Februar 2013

Rezension: Comeback. Parkinson wird nicht siegen - Michael J. Fox




Titel: Comeback. Parkinson wird nicht siegen
Autor: Michael J. Fox
Verlag: Ehrenwirth
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Preis: zur Zeit nur gebraucht erhältlich
ISBN978-3431033588

Klappentext: "Wartet's ab, Michael wird eines Tages berühmt sein!" Großmutter behielt Recht. Michael J. Fox wurde der personifizierte Jungencharme, viele Jahre ein Sitcom-Star, der jeden Monat Tausende von Fan-Briefen erhielt, ein Workaholic, der stets für mehrere Produktionen gleichzeitig vor der Kamera stand. Eines Morgens wacht er auf und hat ein merkwürdiges Zittern in den Fingern. Erst später ist die Diagnose klar: Parkinson-Krankheit. Äußerst ungewöhnlich für einen Mann im jungen Alter von 30. Doch die nächsten zehn Jahre erden zu seiner besten Zeit. Leidenschaft, Humor und Energie sind seine Charakterstärke. Er ist der "Lucky Man", der in diesem Buch seine Lebensgeschichte und sein Leben mit der Krankheit erzählt. Ein Lehrstück in positivem Denken.


Inhalt & Stil

Meist chronologisch (bis auf wenige Abweichungen) gewährt Michael J. Fox dem Leser Einblick in sein Leben - von seinen Kinderjahren bis heute. Die Menschen die ihn berührt und bewegt haben, die ihn auf seinem Weg begleitet haben und ihn auch heute noch unterstützen werden ebenso skizziert, wie die Welt Hollywoods. Schonungslos und überraschend ehrlich und ungezwungen berichtet Michael J. Fox von den Vorzügen, die es mit sich bringt berühmt zu seine - aber ebenso weist er auf die Nachteile hin, die ihm selbst nicht gleich bewusst waren. Deutlich wird bei der Lektüre seiner Autobiographie, dass es sich auch für Michael J. Fox um einen Lernprozess handelte, der durch seinen kleinen Finger ausgelöst wurde:

"Mein Blick fiel auf den kleinen Finger, 
der wie von selbst zitterte und zuckte."
(Zitat, Michael J. Fox, Comeback, Seite 10)

Ehrlich berichtet er über seine Ängste, seine Reaktionen und den Prozess, der dazu führte, die Krankheit zu akzeptieren und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Natürlich gewährt er uns zahlreiche Rückblicke, ist er doch aus Filmen wie "Zurück in die Zukunft" oder TV-Serien wie "Familienbande" und "Chaos City" bekannt. Damit gewährt er dem Leser einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Filmwelt, das Bestreben der Schauspieler ihr schauspielerisches Niveau zu halten und den Umgang mit Grenzen. Fasziniert erlebt der Leser seinen persönlichen Wandel, begleitet ihn durch Höhen und Tiefen bis zum heutigen Punkt.

"Ich kam erst zur Ruhe, 
als ich nicht mehr in der Lage war, 
meinen Körper ruhig zu halten."
(Zitat, Michael J. Fox, Comeback, Seite 293)


Charaktere

Michael J. Fox - Autor und Protagonist - war mir bereits zuvor sehr sympathisch und dieses Bild hat sich nicht getrübt, sondern wurde durch die Lektüre seiner Autobiographie nur verstärkt. Ein Mensch mit Schwächen und Stärken, unter anderem die Stärke (mit Hilfe der Unterstützung seiner Frau und Familie) diese zu erkennen und zu lernen, mit ihnen umzugehen. Bewundernswert und absolute Empfehlung!

Cover & Design

Das Cover zeigt ein Porträt von Michael J. Fox und in der Buchmitte sind weitere Fotografien aus seinem beruflichen und privaten Leben zu finden.


Fazit


Michael J. Fox - seine Autobiographie ist berührend, fesselnd und lässt den Leser durchaus nachdenklich zurück. Abgerundet von einem Schlusswort, dass sehr emotional ist und ebenfalls berührt.

"Ich würde mich nicht unterkriegen lassen
und das Beste aus dem machen,
was vor mir lag."

(Zitat, Michael J. Fox - Comeback, Seite 252)


24 Februar 2013

Rund ums Buch: Reihen los - dem Ende zu...

"Ein Blick hinter den Buchdeckel" thematisiert alle 2-4 Wochen einen Aspekt rund um Bücher. Heute dreht sich alles um Buch-Reihen...

Es gibt Buch-Reihen, die als tatsächliche Fortsetzung-Reihen angelegt sind (z.B. die Edelstein-Trilogie) und die nicht einzeln gelesen werden können/sollten. Dann gibt es Bücher, die für sich abgeschlossen sind und eine charakterliche Fortsetzung über die Bände hinweg aufzeigen (vor allem im Genre Krimi/Thriller; z.B. die Reihe von Tess Gerritsen, Simon Beckett u.a.). Außerdem gibt es Autoren, die thematisch verwandte Bücher veröffentlichen, so dass die Leser diese "Reihe" ebenfalls gerne komplettieren möchten (z.B. die Bücher von David Safier oder Nicolas Barreau). In diesem Jahr erscheinen zudem einige Fortsetzungen.



Frage 1: Buch Reihen - ja oder nein - und wann kommt sie ins Regal? 
Ein ganz klares JA! 
Ich lese gerne Reihen und vor allem aus dem Bereich Krimi/Thriller, da die Bücher selbst trotz allem (in der Regel - ich erinnere an das Ende von Simon Becketts "Kalte Asche") ohne Cliffhänger enden. Ich kaufe mir eine Reihe nicht erst dann, wenn bereits alle Bände erschienen sind. Oftmals lese ich ein Buch, welches mich (aus den verschiedensten Gründen) angesprochen hat und entscheide dann auch, ob ich die Folgebände noch lesen werde.


Frage 2: Welche Reihe hast du zuletzt begonnen (und setzt du sie fort)?
Erst vor wenigen Tagen begonnen und gerade beendet habe ich den Krimi "Mrs. Wilcox und die Tote auf der Terrasse" - ein Krimi aus der Feder von Emilie Richards. 
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und ich möchte die Reihe gerne fortsetzten (bisher sind vier Bände in deutscher Sprache erschienen, siehe *hier*).




Frage 3: Liebste Reihe? 
David Hunter (Simon Beckett)
Rizzoli & Isles (Tess Gerritsen)
Edelstein-Trilogie (Kerstin Gier)


Frage 4: Meist ersehnte Fortsetzung 2013? 


Wie steht ihr zum Thema Buch-Reihen - ich würde mich über ein Kommentar und über eine Antwort zu ein paar der genannten Fragen sehr freuen!

22 Februar 2013

TV-Tipp: Schneewittchen muss sterben

Der vierte Teil der Reihe um die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff "Schneewittchen muss sterben" ist verfilmt worden und wird am


Montag, den 25. Februar, um 20.15 Uhr auf ZDF




ausgestrahlt. Ich persönlich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die Verfilmung. Meiner Meinung nach ist dieser Teil der Beste der Bücher, die ich bisher aus der Reihe um das Ermittler-Duo aus dem Taunus gelesen habe und bietet Hochspannung bis zum Schluss!

20 Februar 2013

Rezension: Ich. darf. nicht. schlafen. - S. J. Watson


Titel: Ich. darf. nicht. schlafen.
Autor: S. J. Watson
Verlag: Fischer
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN978-3596191468


Klappentext: Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? 



Inhalt/Stil

Als Christine erwacht, stellt sie fest, dass sie keine Ahnung hat wo sie ist und wer der Mann im Bett neben ihr ist. Doch ihr Entsetzten vertieft sich, als sie feststellt, dass sie nicht mehr Ende 20 sondern mittlerweile etwa 40 Jahre alt ist. Der Mann erklärt ihr, er sei ihr Ehemann Ben und nach einem Unfall haben die Verletzungen dazu geführt, dass sie nicht nur die Erinnerung an die gemeinsamen Jahre verloren hat, sondern zudem nicht imstande ist, neue zu speichern - sobald sie einschläft vergisst sie alles. Als Christine einen Anruf erhält und die Person am anderen Ende der Leitung behauptet ihr Arzt zu sein und sie auf ein Tagebuch hinweist, beginnt für Christine die Suche nach der Vergangenheit und der Wahrheit.



Charaktere

Christine Lucas kann sich nicht erinnern - seit einem Unfall erlebt sie jeden Tag erneut, ohne Erinnerung was in den vergangenen Jahren passiert ist. Erschreckend realistisch beschreibt der Autor in drei Teilen die Erfahrungen, die Christine mühsam zusammenzutragen versucht (der mittlere Teil stellt ihr Tagebuch dar). Ängste, Unsicherheiten, der Wunsch nach eigenen Erinnerungen und Vertrauen spiegeln sich in der Protagonistin wieder. Die weiteren Charaktere werden jedoch, mit zunehmenden Einträgen in das Tagebuch, undurchsichtiger und die Frage ist, wem kann sie vertrauen?


Cover/Design

Die Cover von vielen Krimi- und Thriller-Büchern, die inzwischen in meinem Regal stehen, sind in ihrer Gestaltung eher schlicht gehalten. So auch das Werk des Autors S. J. Watson. Trotz allem finde ich diese Cover, vor allem aufgrund des spannungsvollen Inhaltes, immer sehr passend.

Bester Satz im Buch

Ein überaus packender Schreibstil, der mich persönlich in seinen Bann gezogen hat. Das Ende, Nervenkitzel pur, mitreißend und dazu führend, dass der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Spannung ab der ersten Seite bis zu einem furiosen Ende.


"Da, unter meinem Namen,
stehen drei Wörter in blauer Tinte 
und Großbuchstaben.
VERTRAUE BEN NICHT.
Mir bleibt nichts anderes übrig, 
ich blättere um.
Ich beginne, meine Geschichte zu lesen."

(Zitat: S. J. Watson - Ich. darf. nicht. schlafen., 
Seite 40)


18 Februar 2013

Neu im Regal: Große Gefühle von Nicholas Sparks

Bisher habe ich erst "Das Leuchten der Sterne" und "Wie ein einziger Tag" von Nicholas Sparks gelesen (und auch die Verflimung gesehen). Den beiden Neuzugängen konnte ich dann jedoch nicht wiederstehen - und kurzerhand sind die beiden gebundenen Bücher in meinem Einkaufskorb gelandet. Ich freue mich schon auf große Gefühle (wobei ich von "Mit dir an meiner Seite" bereits die Verfilmung kenne). 


Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN978-3453266520

KlappentextRonnie ist entsetzt: Sie soll die gesamten Sommerferien bei ihrem Vater verbringen, der drei Jahre zuvor der Familie den Rücken gekehrt hat. Und das auch noch im langweiligen North Carolina. Ronnie ist wild entschlossen, ihrem Vater das Leben zur Hölle zu machen. Das gelingt ihr zunächst auch ganz gut. Bis der junge Will in ihr Leben tritt, der alles verändert: Zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt Ronnie sich wirklich und wahrhaftig. Die beiden verleben eine wunderbare Zeit des ungetrübten Glücks. Gleichzeitig nähert Ronnie sich auch wieder ihrem Vater an. Doch schon bald tritt ein Neider auf den Plan: ein gewalttätiger junger Mann, der von einem dunklen Fleck in Wills Vergangenheit weiß und die beiden offen bedroht. Der Konflikt droht zu eskalieren, Ronnies Beziehung zu Will ist einer extremen Belastung ausgesetzt. In dieser schwierigen Phase wird ihr Vater zu ihrer wichtigsten Stütze. Dann aber offenbart er ihr ein schreckliches Geheimnis, das ihr gänzlich den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.



Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN978-3453265530

KlappentextAuf der Schwelle zwischen Leben und Tod findet Logan Thibault einen Glücksbringer: die Fotografie einer lächelnden schönen Frau. Obwohl er sie noch nie zuvor gesehen hat, ist Logan überzeugt davon, dass sie den Schlüssel zu seinem Schicksal in Händen hält. Er sucht die geheimnisvolle Frau auf – und sein Leben nimmt eine ebenso wunderbare wie dramatische Wendung.


Welche Bücher von Nicholas Sparks sind eure Favoriten?

17 Februar 2013

Wunschbücher - Für regnerische Nachmittage...

In dieser Reihe, die sich mit einer anderen (Ein Blick hinter den Buchdeckel - bald mehr dazu) abwechseln wird, möchte ich meine Wunschbücher - thematisch sortiert - vorstellen. Eine Übersicht findet ihr stets *hier* - aber vielleicht entdeckt der (oder die) eine oder andere noch ein Buch, welches sich ebenfalls auf eine andere Wunschliste verirren wird.


Die Frau meines Lebens (Nicolas Barreau) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Heute bin ich der Frau meines Lebens begegnet. 
Sie saß in meinem Lieblingscafé, ganz hinten an einem der Holztische 
vor der verspiegelten Wand und lächelte mir zu. Leider war sie nicht allein." [...] 
Quelle: Amazon

Du findest mich am Ende der Welt (Jane Goodall) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Jean-Luc muss sie unbedingt finden, die kapriziöse Unbekannte. 
Sie schreibt die verführerischsten Briefe der Welt. 
Und sie hat sein Herz erobert." [...] 
Quelle: Amazon

Heute wegen Glück geschlossen (Patrice Leconte) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Eine Papeterie mit nostalgischem Charme im Herzen von Paris. 
Dort begegnet Thomas der geheimnisvollen Colette wieder, 
deren zarte Anmut ihn bereits wenige Tage 
zuvor in der Metro verzaubert hatte."  [...]
Quelle: Amazon

Der Prinz in meinem Märchen (Lucy Dillon) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Als Anne den Buchladen von Longhampton übernimmt, 
erfüllt sich ihr großer Traum. Und nicht nur, weil sie damit 
zumindest zeitweise ihrer Rolle als ungeliebte Stiefmutter entkommen kann. 
Anne liebt Bücher – und die Geschichten von Märchenprinzen, bösen Hexen und verwunschenen Gärten erfüllen die Räume 
der kleinen Buchhandlung bald mit neuem Zauber."   [...]
Quelle: Amazon
Erscheinungstermin: 18. Februar 2013

Die Herzleserin (Anjali Banerjee) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Die Inderin Lina ist eine talentierte Heiratsvermittlerin, 
denn sie verfügt über die magische Gabe, 
Seelenverwandte zu erkennen."  [...]
Quelle: Amazon

Die Bienenhüterin (Sue Monk Kidd) 
Auszug aus dem Klappentext: 
"Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. 
Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott 
über die inzwischen 14-jährige."  [...]
Quelle: Amazon


Ich habe bereits ein Buch von Nicolas Barreau gelesen und möchte die "Reihe" weiter ergänzen, dabei bin ich dann auf "Heute wegen Glück geschlossen" und "Der Prinz in meinem Märchen" gestoßen, die ebenfalls auf meine Liste gewandert sind. Schon länger sind "Die Herzleserin" (habe bereits "Die Bücherflüsterin" gelesen) und "Die Bienenhüterin" auf meiner Liste und sind hoffentlich auch irgendwann in meinem Bücherregal.

Habt ihr schon eines der Bücher gelesen und könnt es für einen gemütlichen Nachmittag / Abend zu Hause besonders empfehlen?

16 Februar 2013

Rezension: Jesus liebt mich - David Safier


Autor: David Safier
Verlag: Rowohlt
Taschenbuch: 302 Seiten
Preis: 8,99 €
ISBN978-3499248115


Klappentext: Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.


Inhalt/Stil

Humorvoll erlebt der Leser, wie sich Marie kurz nachdem sie ihren Verlobten verlassen hat, dem Zimmermann Joshua begegnet. Marie ist fasziniert und befürchtet jedoch, dass mit diesem unglaublichen Mann etwas nicht in Ordnung sein kann, denn schon beim ersten Date eröffnet er ihr, dass er Jesus ist - und damit der Weltuntergang kurz bevorsteht.
In bekanntem humorvollem Schreibstil führt der Autor den Leser durch die chaotische Lebenswelt von Marie. Die Gefühlswelt ihrer Schwester wird zudem durch Zeichnungen dargestellt.
Mir persönlich gefällt der grundlegende Stil des Autors, da sich prinzipiell immer eine gewisse moralische Botschaft in seinen Werken erkennen lässt. "Plötzlich Shakespeare" ist mein persönlicher Favorit, gefolgt von "Mieses Karma" und schließlich folgt "Jesus liebt mich". Die Handlung und die hintergründige Geschichte waren leicht zu lesen, haben mich persönlich aber nicht ganz so überzeugen können, wie die anderen beiden Werke, da manche Szenen für mich ein wenig zu überzogen waren. 

Charaktere

Marie verliebt sich in den falschesten Mann - denn er erklärt ihr, dass er Jesus ist. Trotz allem fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Gleichzeitig wird die Geschichte auch aus der Perspektive von Maries Schwester (anhand von Zeichnungen), Pastor Gabriel und dem Teufel erzählt und führt dazu, dass es für den Leser sehr abwechslungsreich ist. Die Charaktere erscheinen mehr oder weniger sympathisch, oftmals einfach "menschlich", mit teilweise auch verständlichen Bedürfnissen und Wünschen. Natürlich sind einige der Charaktere deutlich überzogen skizziert

Cover/Design

Das Cover ist meiner Meinung nach passend zur Geschichte ausgewählt und zugleich in Anlehnung an die bisherigen Veröffentlichungen des Autors angelehnt. 

Bester Satz im Buch

"Manchmal muss man einem Menschen 
nur zuhören, um seine
Dämonen zu vertreiben."

(Zitat: David Safier - 
Jesus liebt mich, 
Seite 68)

Bewertung

Eine amüsante Lektüre für den Lese-Hunger zwischendurch:




Bisher von David Safier im Rowohlt Verlag erschienen...


15 Februar 2013

Neu im Regal: Von Fortsetzungen und Neuanfängen

Bereits Ende Januar habe ich diese Bücher erworben, die nun mein Bücherregal zieren. "Gute Geister" war wie "Die Bienenhüterin" auf meinem Wunschzettel vermerkt und spontan habe ich mich dazu entschlossen, dieses Buch mitzunehmen (die Verfilmung kenne ich bisher noch nicht) - gelesen habe ich von Kathryn Stockett bisher noch nichts - deshalb ein Neuanfang. Außerdem habe ich mir die Fortsetzung "Sieben Tage ohne" von Monika Peetz gekauft, da mir der erste Teil "Die Dienstagsfrauen" bereits sehr gut gefallen hatte.



Autorin: Kathryn Stockett
Verlag: btb
Taschenbuch: 608 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN978-3442745081

KlappentextMississippi, 1962: Die junge Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.



Autorin: Monika Peetz
Verlag: KiWi-Paperback
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN978-3462044102

Klappentext: Die Dienstagsfrauen gehen fasten. Fünf ungleiche Freundinnen, ein gemeinsames Ziel: Entschleunigen, entschlacken, abspecken, so lautet das Gebot der Stunde. Zu ihrem jährlichen Ausflug checken die Dienstagsfrauen im einsam gelegenen Burghotel Achenkirch zum Heilfasten ein. Sieben Tage ohne Ablenkung. Kein Telefon, kein Internet, keine Männer, keine familiären Anforderungen und beruflichen Verpflichtungen. Leider auch sieben Tage ohne Essen. Theoretisch jedenfalls. Quälender Heißhunger, starre Regeln und nachreisende Probleme führen zu immer neuen Heimlichkeiten und gefährden jeden Therapieerfolg. Statt Entspannung gibt es Missverständnisse, Streit und schlaflose Nächte. Die schwerste Prüfung jedoch steht Eva bevor. Hinter den dicken Burgmauern begibt sie sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Sie entdeckt, dass man manche Familiengeheimnisse besser ruhen ließe...


Habt ihr schon eines der Bücher gelesen?

14 Februar 2013

Rezension: Loreley singt nicht mehr - Judith Merchant



Autorin: Judith Merchant
Verlag: Knaur TB
Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN978-3426508640


Klappentext: In den frühen Morgenstunden treibt eine bizarr leuch­tende Leiche im Rhein. Ein zitternder Angler gesteht Kommissar Jan Seidel, dass er den toten Mann am Haken hatte. Die beiden kannten sich. Nur ein grau­samer Zufall? Und während Kommissar Jan Seidel aus Königswinter den Täter sucht, ist seine Großmutter Edith Herzberger, die rheinische Miss Marple, ihrem Enkel bereits einen entscheidenden Schritt voraus ...


Inhalt/Stil

"Loreley singt nicht mehr" ist der zweite Teil einer Reihe, um das Ermittler-Team Jan Seidel und Elena Vogt, wobei die Handlungen beider Bücher in sich abgeschlossen sind und unabhängig voneinander gelesen werden können. In dem vorliegenden Buch findet ein Angler im Rhein eine Leiche und die Bezüge auf die Legende der Loreley geben den Ermittlern Fragen auf - ebenso die möglichen Verdächtigen, deren Beziehungen untereinander verworren und von Geheimnissen umgeben sind. Die Spur führt zurück in die Vergangenheit und zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Kind das Leben verlor.
Judith Merchant leitet zunächst mit dem Gedicht der Loreley (von H. Heine) ein und bietet dem Leser einen unglaublichen Prolog, bei dem ich zunächst nicht sicher war, wie ich diesen bewerten soll - doch insgesamt ist es sehr stimmig gewählt. Die Autorin erzeugt dann Spannung, welche sich fortsetzt bis zu einem unglaublichen Ende, welches mich doch einigermaßen schockiert zurückgelassen hat (mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten).
Als Zusatz erhält der Leser im Anschluss an die Danksagung eine Leseprobe von "Nibelungenmord", dem ersten Teil der Reihe um die Ermittler im Siebengebirge.


Charaktere

Litt Jan Seidel im ersten Teil noch unter der Trennung seiner Verlobten, scheint er dies überwunden zu haben und sich auf seine Tätigkeit als Ermittler zu konzentrieren. Er wirkt deutlich entschlossener und dadurch auch wesentlich sympathischer. Seine Kollegin Elena ist eine überzeugte Feministin, mit der ich persönlich im ersten Band und zu Beginn des aktuellen Bandes aufgrund ihres Verhaltens nicht "warm werden konnte". Dies hat sich jedoch im Verlauf der Handlung gelegt und der Leser konnte hinter ihre sonst so kühle, fast burschikose Fassade blicken.
Mein persönliches Highlight ist jedoch, wie im ersten Band, Edith Herzberger. Die Großmutter von Jan liest Krimis und versucht ihren Enkel nach bestem Wissen und mit einer Finesse, die den Leser zum Schmunzeln bringt, bei der Aufklärung der Mordfälle in Königswinter zu unterstützten.

Cover/Design

Das Cover, eher düster gehalten, spiegelt jedoch die Thematik des Inhaltes sehr gut wieder und erscheint mit sehr passend. Die eher schlichte Schrift, leicht hervorgehoben, passt stilistisch zudem zum ersten Band.

Bester Satz im Buch

"Sie hatte hoch oben auf dem Felsen gesessen
und ihren betörenden Gesang 
über die glitzernden Wellen perlen lassen,
einen Gesang,
der die Sinne der Schiffer verwirren konnte."

(Zitat: Judith Merchant - 
Loreley singt nicht mehr, 
Seite 10)

Bewertung

Ein spannender Krimi, der es schafft diese Spannung bis zum wirklich unerwarteten Ende beizubehalten:



Bisher von Judith Merchant im Knaur Verlag erschienen...


11 Februar 2013

Rezension: Das Lächeln der Frauen - Nicolas Barreau


Autor: Nicolas Barreau
Verlag: Thiele
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Preis: 18,00 €
ISBN978-3851791440


Klappentext: "Die Geschichte, die ich erzählen möchte, beginnt mit einem Lächeln. Sie endet in einem kleinen Restaurant mit dem verheißungsvollen Namen >Le Temps des Cerises<, das sich in Saint-Germain-des-Près befindet, dort, wo das Herz von Paris schlägt..."


Inhalt/Stil

Der Autor Nicolas Barreau entführt den Leser nach Paris. Die Restaurantbesitzerin Aurélie Bredin wurde verlassen und gelangt eines Abend zufällig in eine kleine Buchhandlung. Dort entdeckt sie ein Buch, welches sie auf besondere Weise fasziniert, denn das dort erwähnte Restaurant ist das ihrige und auch sie selbst scheint der Protagonistin überraschend ähnlich. Von nun an setzt Aurélie alles daran den britischen Autor Robert Miller zu treffen. Von seinem Lektor André Chabanais muss sie jedoch erfahren, dass dieser äußert menschenscheu ist - doch Aurélie lässt sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen. André selbst, der ein Auge auf die schöne Restaurantbesitzerin geworfen hat, hütet jedoch ein Geheimnis, welches ihm zum Verhängnis werden könnte.
Ein faszinierend fesselnder Schreibstil, der gleichzeitig eine unglaubliche Atmosphäre schafft. In den wechselnden Perspektiven von Aurélie und André geschrieben, erfährt der Leser nach und nach mehr über das geheimnisvolle Buch und den noch geheimnisvolleren Autoren. Besonders gelungen ist natürlich die Tatsache, dass es sich hierbei um die Geschichte eines Buches handelt (welches den gleichen Titel trägt), welches Menschen zueinander führt.
Als Bonus findet der Leser im Anschluss an das Nachwort sogar noch ein Rezept!


Charaktere

Aurélie führt das Restaurant ihres verstorbenen Vaters fort und liebt Kochen weitaus mehr als Bücher. Als sie jedoch von ihrem Freund Claude verlassen wird und deprimiert durch die Straßen von Paris zieht, gerät sie an ein Buch, welches sie in seinen Bann zieht. Aurélie ist sympathisch und zeitweise äußerst zielstrebig. Ihr zur Seite stehen nicht nur ihre Mitarbeiter, sondern ebenfalls ihre belesene Freundin Bernadette.
André ist Lektor und vom ersten Augenblick an von Aurélie bezaubert. Fortan setzt er alles daran, sie näher kennen zu lernen - denn er wäre doch eine weitaus bessere Partie als ein menschenscheuer, britischer Autor. Doch André gerät immer tiefer in Verstrickungen, deren Verursacher er selbst ist - fraglich ist, ob er es schafft, die Handlung zu einem Happy End zu führen.


Cover/Design

Meiner Meinung nach sind die gebundenen Ausgaben des Thiele Verlag wirklich sehr schön gestaltet, die Motive passend gewählt und perfekt um eine kleine Sammlung von Werken des Autors anzulegen.


Bester Satz im Buch

"Es war kalt in Paris und es regnete,
aber wenn man verliebt war,
spielte das Wetter keine Rolle."

(Zitat: Nicolas Barreau - 
Das Lächeln der Frauen, 
Seite 157)

Bewertung

Eine romantische Geschichte mitten im Herzen von Paris - wundervoller Schreibstil und fesselnde Handlung verdienen:



Bisher von Nicolas Barreau im Thiele Verlag erschienen...