06 Februar 2015

Rezension: Einfach unvergesslich - Rowan Coleman

Titel: Einfach unvergesslich
Autorin: Rowan Coleman
Verlag: Piper
Broschierte Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3492060011






Klappentext

"Der Name deiner erstgeborenen Tochter. Das Gesicht deines Mannes. Dein Alter. Deine Adresse. Was wäre, wenn du dich an all diese Dinge nicht mehr erinnern könntest? Was wäre, wenn es kein Gestern mehr gäbe, sondern nur noch den Zauber einzelner Augenblicke? Neuerdings weiß Claire nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuß gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heißt, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiß, dass das nicht normal ist. Doch das Leben ist zu kurz, um  Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzte Erinnerung verblasst, all die großen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt. Dabei gibt es noch so viel zu erledigen: Sie muss sich mit ihrer Tochter versöhnen und ihrem Mann zeigen, wie sie die Lieblingslasagne ihrer Kinder zubereitet. Sie muss ein letztes Mal leben, frei sein, sich vielleicht auch neu verlieben. Denn das Leben ist eine Wundertüte. Und wenn die Zeit davonrennt, ist jede Minute kostbar."

Die Geschichte beginnt...

mit dem Prolog, der bereits aufzeigt, dass sich etwas in der Beziehung zwischen Claire und Greg, an deren Beginn sich die Protagonistin im Prolog erinnert, geändert hat.

"Greg sieht mich an und glaubt, 
dass ich es nicht merke."
(erster Satz, Seite 9)

Mit der Diagnose der frühmanifesten Alzheimer-Demenz beginnt für Claire eine Zeit, in der sie Höhen und Tiefen erlebt. Um ihre eigene Vergangenheit nicht zu vergessen, beschließt sie ein Buch der Erinnerungen zu verfassen, in welches alle Familienmitglieder etwas beitragen sollen. Nach und nach werden ihr Gegenstände, Prozesse, Wörter und auch Menschen denen sie früher nahestand fremd. Dennoch packt Claire die Lebenslust und sie möchte ihr Leben - alles davon - genießen. 

Meine Meinung

Der Roman von Rowan Coleman hat mich wirklich sehr berührt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel der Handlung preisgeben, sondern allen empfehlen, den Roman selbst zu lesen. Humorvolle, emotionale, romantische und verrückte Elemente sind Teil des Lebens von Claire und ihrer Familie  auch nach der Diagnose der frühmanifesten Alzheimer-Demenz. Da alle Familienmitglieder einen Teil in das Buch der Erinnerung beitragen, wird dem Leser die Vergangenheit und Gegenwart aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. 


"Ich habe Angst, dass, wenn das Buch voll ist,
Muss Kopf leer ist. 
Dass sie dann ganz weg ist."

(Seite 217)

Der Umgang mit der Erkrankung bewältigen alle Familienmitglieder auf ihre je eigene Weise und gerade der Gedanke, dass Claire ihre Lebenslust entdeckt, nimmt dem Roman eine mögliche zu stark ausgeprägte depressive Note. Vielmehr entwickelt Claire einen Optimismus der beeindruckt. Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen und vor allem das Ende, dem ich teilweise ängstlich ob der Wendungen entgegensah, konnte mich vollends überzeugen. 

"Ich glaube, Liebe vergeht nicht. 
Liebe ist die wahre Erinnerung. 
Liebe ist das, was bleibt, wenn wir nicht mehr sind."
(Seite 318)

Das Besondere an dem Buch ist... 

eine beeindruckende, berührende und emotionale Geschichte einer an Alzheimer-Demenz erkrankten Frau, die gleichzeitig die Perspektiven der Angehörigen miteinschließt.

Meine Bewertung

1 Kommentar:

  1. Ich musste das Buch damals unbedingt sofort habe und nun steht es noch immer ungelesen im Bücherregal. Irgendwie will ich es dauernd lesen, aber dann kommen wieder Büchereibücher, Reziexemplare oder Leserundenbücher dazwischen.....seufz!
    Liebe Grüße
    Martina

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