
Titel: Der Junge im gestreiften Pyjama
Autor: John Boyne
Verlag: Fischer KJB
Taschenbuch: 272 Seiten
Preis: 7,95 €
ISBN: 978-3596806836
Klappentext: "Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt."
Handlung
Bruno ist neun Jahre alt, lebt mit seiner Schwester, seinen Eltern und Großeltern in Berlin und genießt seine Kindheit in vollen Zügen: wenn er mit seinen drei besten Freunden unterwegs ist, das eigene Haus erforscht oder die fünf Stockwerke auf dem Treppengeländer runtersaust. Seine Schwester - "der hoffnungslose Fall" - und ihre Freundinnen ärgern ihn zwar ab und an, doch Bruno fühlt sich in seiner Umgebung sehr wohl.
Als Bruno eines Tages sein Zimmer betritt, ist Maria - eine Angestellte der Familie - dabei seine Sachen in Koffer zu packen. Bruno erfährt, dass die Familie Berlin verlassen muss, da sein Vater eine neue Stelle antritt. Mit dem Umzug und dem neuen Haus ist Bruno alles andere als zufrieden und wünscht sich nach Berlin zurück.
Als Bruno eines Tages sein Zimmer betritt, ist Maria - eine Angestellte der Familie - dabei seine Sachen in Koffer zu packen. Bruno erfährt, dass die Familie Berlin verlassen muss, da sein Vater eine neue Stelle antritt. Mit dem Umzug und dem neuen Haus ist Bruno alles andere als zufrieden und wünscht sich nach Berlin zurück.
Ein Blick aus seinem Fenster zeigt Bruno jedoch eine andere Welt. Jenseits des Zauns scheinen hunderte von Menschen - Frauen, Männer, Alte und Junge - zu leben. Bruno beschließt an diesem Zaun entlang zu wandern.
"Bruno ging langsamer, als er den Punkt sah,
der ein Fleck, dann ein Klacks,
dann ein Schemen und schließlich ein Junge wurde"
der ein Fleck, dann ein Klacks,
dann ein Schemen und schließlich ein Junge wurde"
(Zitat, Seite 133)
Der Junge stellt sich als Schmuel vor und hat überraschenderweise genau am gleichen Tag wie Bruno Geburtstag. Von diesem Zeitpunkt an begibt sich Bruno fast jeden Tag an diese Stelle am Zaun und spricht mit seinem neuen Freund über alles mögliche, bis Brunos Vater eines Tages eine Entscheidung trifft, die hinterrücks weitreichende Folgen nach sich zieht.
Stil
Die Fabel des irischen Autors John Boyne ist sowohl sprachlich als auch inhaltlich besonders. Die Geschichte über den "Jungen im gestreiften Pyjama" wird konsequent aus der Perspektive des neunjährigen Bruno erzählt. Auf diese Weise schafft der Autor nicht nur eine besondere Atmosphäre sondern zeigt einen kindlich-naiven Blick auf die Zeit des zweiten Weltkrieges, der - wie auch der Autor im Nachwort ausführt - ähnlich dem Blick heutiger Menschen ist, die zur damaligen Zeit nicht lebten.Charaktere
Protagonist der Fabel "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist Bruno. Seine Perspektive erlaubt dem Leser eine neue Sicht auf historisch bekannte Geschehnisse, den Bruno ist neun Jahre alt und entsprechend seiner kindlichen Auffassung und seinem Verständnis für bestimmte Vorgänge, erlebt auch der Leser den Umzug von Berlin. Bruno selbst ist ein wissbegieriges, offenes Kind, welches gerne Kontakt zu anderen Menschen sucht und vieles hinterfragt. Zumeist scheut er sich nicht, seine Meinung offen Kund zu tun, obwohl er manche Zusammenhänge (die dem Leser eher bewusst sind) in seinem Alter noch nicht versteht.
In seinem neuen Zuhause begegnet er Schmuel, dessen Erzählungen ihn verunsichern, da er dies nicht genau einzuordnen vermag. Doch zwischen den beiden Jungen entwickelt sich eine besondere Freundschaft.
In seinem neuen Zuhause begegnet er Schmuel, dessen Erzählungen ihn verunsichern, da er dies nicht genau einzuordnen vermag. Doch zwischen den beiden Jungen entwickelt sich eine besondere Freundschaft.
Cover & Titel
Das Cover passt sehr gut zur Handlung und ist entsprechend schlicht gehalten. Der Titel selbst lässt den Leser bereits vermuten, welche inhaltlichen Bezüge der Autor in seiner Fabel erschließt.
Fazit
Dieser Roman ist überraschend und anrührend, nachdenklich und traurig. Die richtigen Worte - auch für eine Rezension - zu finden, erscheint mir hier schwierig und ich empfehle, sich selbst ein Bild zu machen - durch Brunos Augen.
"Aber ich glaube,
ich würde immer jemanden vermissen,
egal wo ich bin."
ich würde immer jemanden vermissen,
egal wo ich bin."
(Zitat: John Boyle - Der Junge im gestreiften Pyjama; Seite 235)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinterlasst doch ein Kommentar hinter dem Buchdeckel...