
Titel: So nah und doch so fern
Autorin: Ann Brashares
Verlag: Carl's Books
Broschierte Ausgabe: 368 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3570585177
Klappentext: "Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht."
Die Entwicklung der Geschichte erschien mir persönlich, auch bedingt durch den guten Schreibstil der Autorin, nie zu lang. Stattdessen war den Charakteren bei dieser eher fantastisch anmutenden Geschichte, ausreichend Zeit gestattet sich weiterzuentwickeln und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Mir persönlich hat die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gefallen. Das Buch findet schließlich einen gelungen Abschluss, der zudem noch offen lässt, ob es sich bei dem vorliegenden Titel tatsächlich um den Auftakt einer Trilogie handelt.
Handlung
Daniel kennt viele Orte, ist vielen Menschen begegnet und hatte schon viele Namen. Denn er ist mit einem außergewöhnlichen Gedächtnis ausgestattet, welches ihm ermöglicht, sich an die meisten seiner vergangenen Leben zu erinnern. Seine Geschichte beginnt 541 n. Chr. in Nordafrika. Die Begegnung mit einem jungen Mädchen soll sein Leben und alle zukünftigen Leben entscheidend beeinflussen. Daniel erinnert sich an das Mädchen, trifft sie 773 in Pergamon (Kleinasien) als Sophia wieder und verliebt sich schließlich in sie.
"Und ich hoffe,
dass auch sie sich eines Tages an mich erinnert."
dass auch sie sich eines Tages an mich erinnert."
(Zitat, Seite 8)
Entscheidend ist zudem eine Begegnung im Jahre 899 vor der Küste Griechenlands, denn als Ruderer auf einem Schiff lernt er Ben kennen. Dieser kann sich ebenfalls erinnern und doch unterscheidet er sich grundsätzlich zu Daniel: denn Ben lebt jedes leben und sieht sich selbst nicht als ein Bewahrer der Erinnerungen an vergangene Leben und Menschen. Seine Wahrnehmung ist auf das Hier und Jetzt gerichtet. Dies ist Daniel nicht möglich und verursacht in der Gegenwart (2007/2009) einige Schwierigkeiten als er Sophia in seiner Mitschülerin Lucy wieder erkennt. Da er sich von der Vergangenheit nicht lösen kann, verschreckt er Lucy - die vor seinen Reden und den Visionen die dadurch hervorgerufen werden furchtbare Angst hat.
Die Lage wird für beide jedoch deutlich gefährlicher, denn ein alter Feind, den Daniel aus seiner jüngsten Zeit kennt, ist ihnen bereits auf den Fersen.
Stil
Die Handlung wird wechselnd aus der Perspektive von Daniel und Lucy beschrieben. Dabei wendet sich Daniels Beschreibung zusätzlich (in zeitlicher Abfolge) seinen bisherigen Leben zu. Auf diese Weise berichtet Daniel von seinen Leben, beginnend im Jahr 541 n. Chr., seinen Begegnungen und seiner unermüdlichen Suche nach Sophia und dem Bestreben, endlich mit ihr gemeinsam leben zu können. Durch die unterschiedlichen Schriftarten wird dabei Daniels Bericht vergangener Leben auch optisch von der gegenwärtigen Erzählung, die sich von 2007 bis 2009 erstreckt, getrennt.Die Entwicklung der Geschichte erschien mir persönlich, auch bedingt durch den guten Schreibstil der Autorin, nie zu lang. Stattdessen war den Charakteren bei dieser eher fantastisch anmutenden Geschichte, ausreichend Zeit gestattet sich weiterzuentwickeln und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Mir persönlich hat die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gefallen. Das Buch findet schließlich einen gelungen Abschluss, der zudem noch offen lässt, ob es sich bei dem vorliegenden Titel tatsächlich um den Auftakt einer Trilogie handelt.
Charaktere
Die Protagonisten Daniel und Lucy treffen im Jahre 2007 aufeinander. Nach ihrer ersten Begegnung entwickeln sie sehr unterschiedliche Lebensstile und scheinen doch miteinander verbunden. Während Lucy aufgrund familiärer Erfahrungen sehr vorsichtig und zurückhaltend ist und auf Daniels Worte verstört reagiert, ist Daniel bemüht alle Erinnerungen an sie zu bewahren. In dem Bestreben ihr nahe zu sein, erkennt er zunächst nicht, was jedes einzelne Leben ihm bieten kann und welche Bedeutung es für die Menschen, die ihm nahe sind, hat. Er hat vieles erlebt, Reichtümer angehäuft, Orte kennengelernt und Menschen getroffen, doch im Inneren ist er stets auf der Suche nach Sophia und wünscht sich, dass sie sich eines Tages auch an ihn erinnert. Als er Lucy mit diesen Visionen konfrontiert ist sie verständlicherweise verstört und stößt ihn von sich. Doch die Gedanken an ihn lassen sich nicht so leicht abschütteln, weshalb sie zunächst ihren Phantasien nachhängt, bis sie schließlich beschließt ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Ergänzende Nebencharaktere werden ebenfalls in die Handlung eingebunden, wobei vor allem Lucys bester Freundin Marnie und Daniels Freund Ben eine besondere Bedeutung zukommt. Während Marnie bedingungslos zu Lucy steht, nimmt Ben die Rolle eines "Gewissens" ein, der Daniel zu verdeutlichen versucht, dass das Leben nicht in Erinnerungen stattfindet.
Ergänzende Nebencharaktere werden ebenfalls in die Handlung eingebunden, wobei vor allem Lucys bester Freundin Marnie und Daniels Freund Ben eine besondere Bedeutung zukommt. Während Marnie bedingungslos zu Lucy steht, nimmt Ben die Rolle eines "Gewissens" ein, der Daniel zu verdeutlichen versucht, dass das Leben nicht in Erinnerungen stattfindet.
Cover & Titel
Das Cover hat nicht nur eine sehr angenehme Haptik sondern ist zudem sehr ansprechend gestaltet. Der Titel passt sehr gut zur Handlung, da er den Zwiespalt Daniels und die Situation, in der er und Lucy sich befinden, sehr gut widerspiegelt.
Fazit
Eine Geschichte über die große Liebe, Wiedergeburt und neue Chancen. Ein Roman, der sowohl Elemente des klassischen Liebesromans, als auch der Fantasy in sich vereint.
"Aber bestimmte Seelen binden sich aneinander.
Es geschieht nicht oft, aber es ist möglich"
Es geschieht nicht oft, aber es ist möglich"
(Zitat: Ann Barashares -
So nah und doch so fern
So nah und doch so fern
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