14 September 2014

Rezension: Ostfriesensünde - Klaus-Peter Wolf

Titel: Ostfriesensünde (Band 4)
Autor: Klaus-Peter Wolf
Verlag: Fischer
TB: 544 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3596513031







Klappentext

"Was geschah damals wirklich bei dem Banküberfall, bei dem Ann Kathrins Vater ums Leben kam? Bis heute konnte dieser Fall nicht geklärt werden. Doch jetzt verfolgt Ann Kathrin eine neue Spur. Es sind Fotos ihres Vaters aufgetaucht, die nicht zu dem Bild passen, das Ann Kathrin von ihrem Vater hat. Aber als Ann Kathrin die Frau aufsucht, der die Fotos gehören, liegt diese tot im Wohnzimmer. Ein Zufall?"

Die Geschichte beginnt...

mit einem Arztbesuch, der für Ann Kathrin Klaasen noch weitreichende Folgen haben wird.

"Der Nebel kroch wie ein Tier über den Deich
und zog sich,
als Ann Kathrin Klaasen näher kam,
zurück, als hätte er Angst vor ihr."
(erster Satz, Seite 9)

Die Begegnung mit einer älteren Dame, deren Tochter auf einem Foto gemeinsam mit Ann Kathrins Vater zu sehen ist, denn die Frau jedoch als Herr Steiner kennt, lässt Ann Kathrin nicht mehr los. Als die ältere Frau dann tot aufgefunden wird, begibt sich Ann Kathrin auf die Suche - und diese führt sie in die Vergangenheit: zurück zu verdeckten Ermittlern, zu Händlerringen und Korruption, zu Mord und Verrat. Dabei muss sich Ann Kathrin nach und nach fragen, wer ihr Vater wirklich war und welche Geheimnisse mit seinem Tod bei dem damaligen Banküberfall verbunden sind.
Gleichzeitig wird ihre Kombinationsgabe und ihr Gespür in der SOKO Maurer benötigt, denn der Täter mauert seine Opfer ein, bis diese dort langsam und qualvoll sterben - und eine weitere Frau wird inzwischen vermisst gemeldet. 

Meine Meinung

In diesem Band versucht Ann Kathrin Klaasen den Mord an ihrem Vater endgültig aufzuklären. Dabei verschlägt es die Ermittlerin, auf der Suche nach der Wahrheit, nach Spiekeroog, Gelsenkirchen und Wiesbaden. Klaus-Peter Wolf spinnt ein geschicktes Netz aus Lügen und Geheimnissen, so dass auch der Leser gespannt sein darf, was sich hinter dem Mord an Ann Kathrins Vater verbirgt. Die Tiefen verdeckter Arbeit, die damit verbundenen Herausforderungen und die Lasten setzt der Autor gekonnt in Szene. Gleichzeitig wird der aktuelle Fall - ein Verbrecher, der seine Opfer einmauert, in einem parallelen Handlungsstrang vorangetrieben. Dabei werden die Handlungen geschickt vernetzt, so dass sich die Gesamthandlung sehr gut lesen lässt. Auch wenn sich der Täter erahnen lässt, ist hier vor allem Ann Kathrins ungewöhnliche Methode, den Tatort zu erleben und daraus neue Schlüsse zu ziehen, ein absoluter Gänsehautfaktor - wirklich eine sehr spannende Szene! Mehr werde ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

"Zufall", hatte ihr Vater gesagt, "ist das Pseudonym,
das Gott wählt,
wenn er inkognito bleiben möchte."
(Seite 12)

Das Besondere an dem Buch ist... 

das Rätsel um die Vergangenheit, die Geheimnisse und Folgen, die in der Gegenwart noch daraus erwachsen.

Meine Bewertung



Reihe

01. Ostfriesenkiller *Rezension*
02. Ostfriesenblut *Rezension*
03. Ostfriesengrab *Rezension*
04. Ostfriesensünde
05. Ostfriesenfalle (SuB)
06. Ostfriesenangst (SuB)
07. Ostfriesenmoor (SuB)
08. Ostfriesenfeuer

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