25 September 2014

Rezension: Wie Monde so silbern - Marissa Meyer

Titel: Wie Monde so silbern
Autorin: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3551582867







Klappentext

"Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …"

Die Geschichte beginnt...

mit dem Besuch des Prinzen auf dem Wochenmarkt in Neu-Peking.

"Die Schraube in Cinders Fußgelenk war verrostet,
der Schlitz zur Mulde zermalmt."
(erster Satz, Seite 9)

Die Menschen auf der Erde sind in diesem Zeitalter zum einen durch eine unheilbare Krankheit, die blaue Pest bedroht und zugleich droht die Königin von Luna, Levana, der Erde mit Krieg, sollte sich die Friedensverhandlungen nicht nach ihrem Willen richten. Dabei sind die Lunarierer mit der Gabe ausgestattet aufgrund der Manipulation von Bioelektrizität die Wahrnehmung der Menschen um sie herum zu beeinflussen und stellen dadurch eine besondere Gefahr dar
In Neu-Peking, Teil des Asiatischen Staatenbundes und Handlungsort des ersten Bandes der Luna-Chroniken, ist Cinder die beste Mechanikerin. Der Grund hierfür - die Tatsache, dass Cinder ein Cyborg ist - ist jedoch niemandem außer ihrer Familie bekannt. Nach dem Tod ihres Adoptivvaters lebt Cinder nun bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern, doch ihr Traum ist ein freies, unabhängiges Leben, in welchem sie sich nicht länger verstecken muss. 
Als Prinz Kai seine Androidin mit der Bitte zu Cinder bringt, diese zu reparieren, kann Cinder nicht vorausschauen, welche Kette von Ereignissen diese Begegnung auslösen wird und welche Rolle sie darin spielen wird. 



Meine Meinung

Die Luna-Chroniken greifen einige grundlegende Elemente des grimmschen Märchens wieder auf, wer jedoch eine moderne Märchenerzählung erwartet wird hier nicht enttäuscht - sondern überrascht. Marissa Meyer verbindet das klassische Element der Cinderella mit dystopisch-fantastischen Elementen und kreiert eine interessante, neue Welt. Die sympathische Protagonistin versucht in dieser Welt, in der sie eher als ausgestoßene wahrgenommen wird, einen Platz zu finden, ohne zu ahnen, wohin ihr Weg sie noch führen wird. 
Aber auch die weiteren Charaktere, wie Prinz Kai, Königin Levana oder auch Cinders Familie, insbesondere die Androidin Iko, verleihen der Geschichte amüsante und auch spannende Momente. Die Handlung weist einige unerwartete Wendungen auf, die Hintergründe einer handelnder Akteure bleibt zunächst ungewiss bis zu einem - für mich - doch unerwarteten Ende.

"Zufall", hatte ihr Vater gesagt, "ist das Pseudonym,
das Gott wählt,
wenn er inkognito bleiben möchte."
(Seite 12)

Das Besondere an dem Buch ist... 

die Kombination aus Märchen, Fantasy und Dystopie, die begeistert.

Meine Bewertung



Reihe

01. Wie Monde so silbern
1.5 Das mechanische Mädchen
02. Wie Blut so rot
2.5 Die Armee der Königin
03. Wie Sterne so golden
04. Winter

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