15 Mai 2013

Rezension: Der 48-Stunden-Mann - Susan Mallery

Titel: Der 48-Stunden-Mann
Autorin: Susan Mallery
Verlag: Mira TB
Taschenbuch: 304 Seiten
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3862784745

Klappentext"Ich brauche einen Ehemann." Nach einem Margarita und einigen Gläsern Tequila schaut Polizistin Hannah in Nick Archers blaue Augen und sieht die Lösung ihrer Probleme vor sich: Dieser sexy, aber zwielichtige Grundstücksmakler ist ihr Mann! Für ein Wochenende jedenfalls, an dem er beim ersten Treffen mit ihrer Mutter den glücklich Verheirateten spielen soll. Dass Hannah den echten nach genau fünf Tagen abgeschrieben hat, muss so niemand erfahren Und tatsächlich spielt Nick seine Rolle glänzend, entpuppt sich nicht nur als Traum aller Schwiegermütter, sondern lässt auch Hannahs Herz höher schlagen. Schon träumt sie von einer Zukunft an seiner Seite, da kommt für alle die erschütternde Wahrheit ans Licht: Es existiert niemand mit dem Namen Nick Archer!

Inhalt & Stil

Als plötzlich ihre leibliche Mutter Kontakt zu ihre aufnimmt, ist Hannah durch die äußeren Umstände gezwungen sich kurzerhand einen Ehemann zu 'beschaffen'. Diese Rolle fällt Nick Archer zu, einem zwielichtigen Immobilienhändler. Hannah ist jedoch nicht klar, dass Nick in Wirklichkeit verdeckter Ermittler ist. In Glenwood angekommen, erwartet das ungleiche Paar dann nicht nur eine Mutter, sondern vier Halbbrüder samt Familie. Für Hannah, die keine engen, persönlichen Beziehungen eingeht, stellt diese Situation eine vollkommene Überforderung dar - genau so wie ihre Gefühle für Nick.
Romantisch, humorvoll und mit einer Reihe charmanter Charaktere ist "Der 48-Stunden-Mann" genau die richtige Lektüre für einen entspannten Lesetag. Besonders gut gelungen ist die Entwicklung, die die Charaktere durch den 14-tägigen Aufenthalt in Glenwood durchmachen. Dadurch wirkt die gesamte Handlung sehr authentisch. Zudem erfährt der Leser nach und nach die Vergangenheit der Familie, auch wenn nicht alle Details am Ende aufgeklärt werden. Ich persönlich lese gerne Bücher, deren einzelne Bänden verschiedene Mitglieder einer Familie fokussieren. Aus diesem Grund habe ich es schon in der Mitte des Buches bedauert, dass es sich nur um einen Einzelband handelt und die Geschichte von Hannahs Brüdern nicht ebenfalls in Buchformat erscheinen wird.

Charaktere

Hannah - aufgrund ihrer vergangenen Erfahrungen ist Hannah eher verschlossen und misstrauisch. Vor allem gegenüber dem attraktiven Nick Archer, der permanent mit ihr flirtet, sobald er die Wache betritt. Als Polizistin kann sie ihn doch nicht mögen, schließlich ist er offenbar in kriminelle Machenschaften verwickelt. Hinzu kommt dann die Erkenntnis, dass sie nicht nur eine Mutter, sondern vier Halbbrüder (samt deren Familien) hat und plötzlich sieht Hannah sich der Frage gegenüber, ob sie es schafft zu vertrauen. Sehr realistisch beschreibt Susan Mallery Hannahs Zögern und ihren Kampf mit sich selbst, denn nur nach und nach lernt sie, einen Schritt auf ihre Familie zuzugehen und ist nicht Hals-über-Kopf plötzlich überzeugt.

Nick - charmant, attraktiv, geheimnisvoll. Durch seinen Humor und sein Können, spontan auf jede Situation reagieren zu können, ist er der ideale - und einzige - Kandidat für Hannahs Plan. Aber während seinem Aufenthalt mit Hannah bei deren Familie setzt sich Nick nicht nur mit seiner Vergangenheit, sondern auch seinen Vorstellungen von seiner Zukunft auseinander. Nebenbei nutzt er die Situation, dass Hannah ihn der Familie als ihren Ehemann vorgestellt hat, ab und an aus - schließlich fasziniert Hannah ihn bereits seit einem Jahr. 

Nebencharaktere - Hannahs Familie ist unglaublich witzig und charmant. Auch wenn die Geschichte von Hannahs Mutter und ihren Brüdern nur knapp angedeutet werden kann, erscheinen sie dem Leser direkt sympathisch. 


Cover & Design

Ein buntes, spritziges Cover, passend zur Handlung. Mir persönlich gefällt der Buchrücken der Bücher sehr gut. Eine Sammlung von Mira-Taschenbüchern im Bücherregal ist meiner Meinung nach wirklich ein Hingucker, da sie sehr farbenfroh und (bei einer Reihe im Besonderen) passend zueinander gestaltet sind.



Fazit

Eine wunderbar leichte und humorvoll-romantische Lektüre für Zwischendurch. Eine gelungene Handlung, ein guter Schreibstil und sympathische Charaktere - eine perfekte Mischung für ein Lesevergnügen an einem sonnigen Nachmittag.

"Solange wir jeden Tag ein bisschen klüger werden,
macht es nicht,
wenn wir älter werden"

(Zitat: Susan Mallery - Der 48-Stunden-Mann, 
Seite 173)


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