17 August 2014

Rezension: Ostfriesengrab - Klaus-Peter Wolf

Titel: Ostfriesengrab 
Autor: Klaus-Peter Wolf
Verlag: Fischer
TB: 528 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3596513024







Klappentext

"Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus wie ein Engel, der sich zwischen den Blüten der Rhododendrensträucher verfangen hat. Oder wie eine Eiskunstläuferin, die elfenhafte Sprünge vollzieht, um die Jury zu beeindrucken. Der Mörder hat sich viel Zeit gelassen, um die Leiche so zu präparieren und in dieser Stellung zu drapieren. Und er will Ann Kathrin damit etwas sagen …"

Die Geschichte beginnt...

mit einem Mord in Park von Schloss Lütetsburg, der den Ermittlern deutlich nahe geht. Die Tote ist in besonderer Weise in den Hintergrund des Parks inszeniert. Doch damit nicht genug - sie ist der Polizei bekannt, da sie mit diesen vor ihrem Tod Kontakt hatte - sie fühlte sich bedroht. Umgehend nehmen Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen die Ermittlungen auf.

"Eigentlich, dachte Ann Kathrin Klaasen, 
müsste ich dem Mörder dankbar sein."
(erster Satz, Seite 7)

Die Ermittlungen führen das Team um Ann Kathrin zu Herrn Meuling, der das Opfer offenbar erpresst und bedroht hat. Doch hat er die junge Frau auch ermordet? Während den Ermittlungen gibt Meuling gegenüber Ann Kathrin Klaasen schließlich preis, dass er Informationen über den Mord an ihrem Vater weitergeben wird, wenn sie im dabei hilft, frei zu kommen, er sei immerhin unschuldig. 
Ann Kathrin, die verbissen nach dem Mörder ihres Vaters sucht, gerät dabei in eine schwierige Lage, die schließlich zu einer Verkettung der Ereignisse führt, die für alle Beteiligten Konsequenzen haben... 

Meine Meinung

In diesem Band wird der Mord an Ann Kathrins Vater, der ebenfalls Polizist war und bei einem Banküberfall sein Leben verlor, etwas näher beleuchtet. Hinzu kommt die besondere Beziehung, die Ann Kathrin mit ihrem Vater verband. 
Der eigentliche Fall - die Ermordung junger Frauen, die als Symbol für die vier Elemente in Ostfriesland vom Täter in besonderer Weise inszeniert werden, ist spannend aufgebaut, wobei für mich persönlich relativ schnell deutlich war, um wen es sich bei dem Täter handelt. Da die Hintergründe und die Auflösung des Falls mich - trotz der spannenden Grundlage - nicht vollends fesseln konnten, bewerte ich diesen Band der Reihe geringfügig schlechter als die beiden Vorgänger.
Besonders gespannt bin ich aber nun auf den vierten Band, da der dritte Teil der Reihe bereits einige weitere Hinweise auf die tatsächlichen Hintergründe geliefert hat, die zur Ermordung von Ann Kathrins Vater geführt haben und dies im Teil "Ostfriesensünde" - dem Klappentext nach zu schließen - thematisiert wird.

"Entwicklungen, Ann Kathrin,
finden immer in Krisen statt.
Entweder die Dinge hauen einen um
oder sie bringen einen weiter."
(Seite 426)

Das Besondere an dem Buch ist... 

dass der Autor bestimmte Erzähl-Elemente, wie die Ermordung von Ann Kathrins Vater aufgreift und beständig, ebenso wie die Beziehungen der Charaktere, weiterentwickelt.

Meine Bewertung



Reihe

01. Ostfriesenkiller *Rezension*
02. Ostfriesenblut *Rezension*
03. Ostfriesengrab
04. Ostfriesensünde
05. Ostfriesenfalle
06. Ostfriesenangst
07. Ostfriesenmoor
08. Ostfriesenfeuer

1 Kommentar:

  1. Ich bin ja kein besonders großer Krimileser, ich mag Thriller lieber ... Aber deine Rezension macht mich schon ein wenig neugierig, wenn ich ehrlich bin :D

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